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Familien stärken
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Forderung nach Anschlussfinanzierung im Sinne der Wahlfreiheit

Viele "Verlierer" beim Elterngeld

Das Elterngeld, das zum 01. Januar 2007 eingeführt wurde, bringt für die Mehrzahl der Familien wenig. "Viele Familien, die von Januar bis Dezember 2007 Elterngeld bewilligt bekommen haben, stehen schlechter da, als es vorher mit dem Erziehungsgeld der Fall gewesen wäre", so Elsbeth Knossalla, Vorsitzende des Familienbunds der Katholiken im Bistum Münster am Mittwochabend.

Die Mitgliederversammlung des familienpolitischen Fachverbands hatte sich mit der neuesten Elterngeldstatistik des Statistischen Bundesamts befasst. "Hatte es vor der Einführung des Elterngeldes noch geheißen: Keiner Familie wird es schlechter gehen!, so zeigen die Daten jetzt ein anderes Bild," sagte Knossalla weiter. "Da das Elterngeld im Unterschied zum Erziehungsgeld nur für ein Jahr gezahlt wird, bekommen viele Familien weniger Geld. Zu den Verlierern der neuen Regelung zählen laut Statistik vor allem junge Familien und Familien mit mehreren Kindern."

Der Familienbund forderte in seiner Sitzung, dass im Anschluss an das Elterngeld bis zum 3. Lebensjahr eine Zahlung an Familien erfolgt. "Familien brauchen mehr Geld, damit sie frei entscheiden können, wie Erwerbs- und Familienarbeit verteilt wird. Wir fordern daher, im Anschluss an das Elterngeld an jede Familie bis zum 3. Lebensjahr eines Kindes 300 Euro zu zahlen. Ob das Geld dann für die außerfamiliäre Betreuung oder als Ausgleich für ein wegfallendes Einkommen eingesetzt wird, wenn ein Elternteil (vorübergehend) auf Erwerbstätigkeit verzichtet, muss den Familien selbst überlassen bleiben.

Der Ausbau der Kinderbetreuung ist notwendig und sinnvoll, aber wir brauchen auch schnell eine finanzielle Entlastung für Familien", so die Delegierten am Mittwoch. "Viele Eltern sehen sich unter Druck, sofort nach dem ersten Geburtstag des Kindes wieder eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, dabei gilt die Elternzeitregelung weiterhin für 3 Jahre."

Münster, 06.03.08