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MinijobberInnen haben die gleichen Rechte wie alle Arbeitnehmer!

Verbände rufen zum Equal Pay Day 2014 auf

Verbände rufen zum Equal Pay Day 2014 auf (v. li.): Hildegard Schweitzer (kath. dt. Frauenbund), Elisabeth Löckener (Familienbund der Katholiken), Ursula Kintrup-Limbrock (kfd), Barbara Richter-Hoffschlag (kfd), Rosemarie Warmers (Kath. Arbeitnehmerbewegung), Ortrud Harhues (Kath. Arbeitnehmerbewegung)

Münster. 50 ehrenamtliche Frauen von vier katholischen Verbänden planten am Freitag im Gottfried  Könzgen-Heim in Haltern gemeinsam ihre Aktionen für den Equal Pay Day am 21. März 2014.

Das Schwerpunktthema des diesjährigen EPD "... und raus bist du? Minijobs und Teilzeit nach  Erwerbspausen!" spricht in diesem Jahr besonders viele Menschen im Münsterland an. Wen  wundert’s, denn in den münsterländischen Landkreisen sind überdurchschnittlich viele MinijobberInnen beschäftigt. 62 Prozent von ihnen sind Frauen, die oft nach oder neben der Familie  "etwas dazu verdienen".

Dass diese MinijobberInnen das gleiche Recht auf Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall,  Betriebsrente und Freistellung haben wie alle anderen Angestellten, stellte der Rechtschutzexperte Martin Peters der Katholischen Arbeitnehmerbewegung in seinem Vortrag klar. Frauen und Männer in  Teilzeit dürfen von Rechts wegen nicht benachteiligt werden!

Um diese Rechtsansprüche bekannt zu machen, gingen die vier katholischen Verbände aus dem Bistum Münster "Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands e. V. (kfd)", "Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB)", "Katholischer Deutscher Frauenbund" und der "Familienbund der Katholiken" jetzt eine Kooperation ein. Ihre Mitglieder planen gemeinsam Aktionen, um auf die Gefahren von Minijobs und ihre Auswirkungen auf den Rentenerwerb aufmerksam zu machen.

Die KAB-Grundsatzexpertin für Sozialpolitik Lucia Schneider-Adams zeigte anschaulich, dass geringfügig Beschäftigte durchaus keine ungelernten Arbeitskräfte sind. 86 Prozent der MinijobberInnen haben eine berufliche Qualifikation. Genauso viele werden trotzdem so schlecht bezahlt, dass ihr Verdienst unter der Niedriglohngrenze liegt. Zudem bieten die Minijobs keine eigenständige soziale Absicherung und verstärken die Abhängigkeit vom Partner. "Minijobs sind als Gesamtheit eher eine Sackgasse für Frauen!", so die Expertin. Daher setzen sich die katholischen Verbände für die Umwandlung der geringfügigen Beschäftigungen in sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze ein.

Weitere Informationen unter www.kfd-muenster.de

Text: Andrea Niemann, Foto: Heike Honauer
14.03.2014