Bundestagsabgeordneter Jürgen Coße (SPD) im Gespräch mit dem Familienbund der Katholiken über Familiennachzug, Migration, Elterngeld und Regenbogenfahne
Münsterland/Kreis Steinfurt. „Als Familienbund der Katholiken sind wir enttäuscht über die Aussetzung des Familiennachzuges. Wir halten ihn für einen wichtigen Aspekt für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, sagt Sigrun Jäger-Klodwig, Diözesangeschäftsführerin des Familienbundes (FdK) im Bistum Münster. Auf der Tagesordnung des Gesprächs mit dem Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Steinfurt, Jürgen Coße (SPD), standen außerdem Migrations- und Integrationspolitik, eine Reform des Elterngeldes und die Kindergrundsicherung sowie das Hissen der Regenbogenfahne auf dem Reichstagsgebäude.
Heinz Kues, stellvertretender Vorsitzender des Familienbundes der Katholiken im Bistum Münster e.V. und Mitglied des Hauptausschusses des Familienbundes auf Bundesebene, stellte die Bedeutung des Themas Familiennachzug heraus: „Bei der Aussetzung des Familiennachzuges bei subsidiär Schutzbedürftigen handelt es sich deutschlandweit um etwa 1.000 Personen pro Monat. Bei der bisherigen Regelung war der Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten auf 12.000 Personen im Jahr begrenzt.“ Coße verwies darauf, dass die SPD zum Familiennachzug grundsätzlich eine klare Haltung vertrete und sich dafür einsetze, da Familien eine wichtige soziale Rolle spielen. Die Aussetzung beruhe ausschließlich auf einer Umsetzung des Koalitionsvertrags und sei zunächst auf zwei Jahre begrenzt.
Im weiteren Gespräch ging es darum, dass in vielen Zusammenhängen die Bedeutung und Rolle der Demokratie noch stärker und intensiver hervorgehoben, aber auch mit einfachen Beispielen erklärt werden müsse, um den Aussagen der Rechten noch stärker zu begegnen. „Die Familie ist ein erster Lernort für Demokratie“, darin waren sich alle einig.
Auf dem Bild von links nach rechts: Bundestagspraktikant Max aus Neuseeland, Jürgen Coße, Sigrun Jäger-Klodwig, Heinz Kues